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Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp | Rezension


Die Dunkelmagierin | Arthur Philipp | blanvalet Verlag | 571 Seiten | 14,99€


"Fejas Talent für die Magie ist groß, doch noch kann die junge Frau es nicht nutzen.Als sie sich entschließt der Schule der grauen Magier beizutreten, wird sie rasch zum Spielball der Intrigen der Mächtigen. Denn einst waren die grauen Magier gefürchtet, und es gibt Kräfte im Orden, die diesen um jeden Preis wieder zur alten Macht zurückführen wollen. 
Feja muss rasch lernen, ihre Magie zu nutzen, oder sie wird zwischen den Fronten zerquetscht werden. 
Doch niemand im Orden ahnt, dass eine dritte Partei Vorbereitungen trifft, um die tausend Jahre alte Ordnung zu zerschlagen - und Feja soll ihr Werkzeug sein ... "


Der Klappentext klang so gut! Ehrlich. Eine alte Macht, eine Schule auf der Magie gelehrt wird und ein junges Mädchen, welches eine ungeheuer große Kraft besitzt. Eigentlich alles gute Zutaten für ein tolles Fantasy-Buch!

Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Die Geschichte enthielt - meiner Meinung nach - zu viele Orte & Namen, deren Namen man einfach nicht aussprechen konnte. Es gab Handlungen, die mehr als verwirrend waren und erst zum Ende des Buches wird einem klar, wer die Fäden zieht. 

Die Charaktere waren mir generell zu viele & wir haben einfach nur oberflächlich etwas von ihnen erfahren. So gab es keinen Charakter, den ich zutiefst geliebt oder gehasst habe. Es gab niemanden mit dem man sich in irgendeiner Weise identifizieren konnte. 
Feja, als unsere Protagonistin, war mir auch ein zu schwach gestalteter Charakter. Der Autor hat hier einfach nicht die nötige Tiefe hergestellt und so weiß ich bis eben nicht, wie man ihren eigentlichen Charakter beschreiben kann. Sie ist weder ängstlich, noch mutig. Sie ist weder sympathisch, noch unsympathisch. Allerdings ist sie sehr neugierig, das war das einzige, das man aus den knapp 600 Seiten rausgelesen hat.

Generell werden verschiedene Handlungen einfach nur allgemein beleuchtet und dem Leser fehlt es einfach an Verbindung zu dem Geschehen, zu den Charakteren. 

Neben diesen negativen Aspekten, gibt es aber auch gute Seiten.

Die Welt in die uns der Autor wirft ist wahnsinnig komplex und durch den ständigen Ortswechsel ist auch eine Karte nötig. In diesem Fall gibt es sogar mehrere Karten. Im Umschlag befindet sich die Karte der Graufeste und des gesamten Königreichs. 
Auch die verschiedenen Fantasy-Elemente kamen hier nicht zu kurz! 

Auch wenn ich relativ lange für dieses Buch benötigt habe, und ich generell eher verwirrt war - so habe ich doch immer wieder gerne zum Buch gegriffen und weitergelesen. Ich denke, dass ich auch den zweiten Band nicht verschmähen werde und bin gespannt, wie es weitergeht. Allerdings hoffe ich, dass wir dann einfach mehr Tiefgang erleben, was die Handlungen und vor allem die Charaktere angeht.


Ein gutes Buch, welches viele verwirrende Handlungen bereithält. 
Wer auf Namen steht, die man kaum aussprechen kann - dann ist man mit diesem Buch gut beraten! 
Ich freue mich auf den zweiten Band & hoffe, dass mir meine Vorkenntnisse da weiterhelfen werden und mich der Autor nicht mit noch mehr Charakteren überhäuft.





Kommentare

  1. Hallo Claudia, bei vielen Personen komme ich immer durcheinander und das Lesen macht mir nicht mehr so viel Spaß! Das Buch kannte ich vorher auch noch nicht. Deinen Blog habe ich gerade erst entdeckt und bin gleich mal Leser geworden! Bin gespannt, ob wir auch mal Bücherüberschneidungen haben werden! LG Verena von Books-and-Cats

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  2. Echt schade, denn der Klappentext liest sich vielversprechend, aber die Umsetzung klingt für mich wirklich miserabel. Meine Erfahrung ist zudem, dass bei solchen Geschichten dann im zweiten Band die Mängel nur noch schlimmer wird. Aber vielleicht startet die Autorin im zweiten Band auch durch, das wäre ja schön :)

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